Schädlinge

Schädlinge 2018-05-15T19:27:42+00:00

Hausmaus (Mus musculus):

Im Frei­land leben­de Haus­mäu­se errei­chen eine Kopf­län­ge von 7 bis 11 Zen­ti­me­tern, eine Schwanz­län­ge von 7 bis 10 Zen­ti­me­tern und ein Gewicht ca.20 Gramm. Der Kör­per ist ober­seits maus­grau bis braungrau, die Unter­sei­te ist etwas hel­ler. Der Schwanz ist mit deut­lich sicht­ba­ren Schup­pen­rin­gen ver­se­hen und spär­lich behaart. Ein Weib­chen kann im Lau­fe eines Jah­res über 100 Jun­ge zur Welt brin­gen wel­che bereits nach rund einem Monat Geschlechts­reif sind. 24 Stun­den nach der Geburt könn­te die Mut­ter wie­der befruch­tet wer­den. Dadurch sind Mäu­se eine Tier­art mit einer sehr hohen Ver­meh­rungs­ra­te. Tie­re wer­den höchs­tens 3 Jah­re alt. Mäu­se kön­nen auch gro­ße Schä­den anrich­ten. Sie knab­bern z.B. Lebens­mit­tel oder Getrei­de­vor­rä­te an und machen gro­ße Men­gen davon durch Ihren hin­ter­las­se­nen Kot und Urin unge­nieß­bar. Eben­so kön­nen sie Kabel von Elek­tro­ge­rä­ten anknab­bern und dadurch Brän­de ver­ur­sa­chen.

Hausmaus

Feldmaus (Microtus arvalis):

Die Kopf-Rumpf-Län­ge beträgt 90–120 mm, die Schwanz­län­ge 25–38 mm, die Län­ge des Hin­ter­fu­ßes 14,5–16 mm und die Ohr­län­ge 9–12 mm. Die Tie­re wie­gen meist 18–40 g. Das Fell ist ober­seits gelb­lich grau, im Wes­ten des erbrei­tungs­ge­bie­tes mehr braun, im Osten mehr grau. Die Unter­sei­te ist weiß­lich und gele­gent­lich rost­gelb über­haucht. Die Feld­maus frisst Gras, Kräu­ter, Säme­rei­en und Getrei­de. Die Tie­re leben in mäßig dich­ten bis sehr dich­ten Kolo­ni­en in kom­ple­xen Erd­bau­en. Die Ein­gän­ge der Baue sind über ein ver­zweig­tes Sys­tem ober­ir­di­scher und zum Teil vie­le Meter lan­ger Lauf­gän­ge mit­ein­an­der ver­bun­den. In hohem Schnee wer­den die­se Lauf­gän­ge nach oben mit Erde aus­ge­klei­det. Die Kot­plät­ze befin­den sich in den Lauf­gän­gen. Feld­mäu­se sind tag- und nacht­ak­tiv. Die Art zeigt zahl­rei­che Anpas­sun­gen an eine schnel­le Ver­meh­rung bei guten Bedin­gun­gen (hohes Nah­rungs­an­ge­bot und güns­ti­ge Wit­te­rung), unter ande­rem sehr gro­ße Wür­fe mit bis zu 13 Jun­gen, eine schnel­le Wurf­fol­ge, eine extrem frü­he Geschlechts­rei­fe, eine Fort­set­zung der Repro­duk­ti­on auch im Win­ter und die Bil­dung von Nest­ge­mein­schaf­ten durch meh­re­re Weib­chen eines Wur­fes, in denen die Weib­chen auch frem­den Nach­wuchs säu­gen. Die Tie­re kön­nen auch in Woh­nun­gen und Häu­ser ein­drin­gen und dort die glei­chen Schä­den wie Haus­mäu­se anrich­ten.

Feldmaus

Erdmaus (Microtus agrestis):

Die Erd­maus ist im Mit­tel etwas grö­ßer als die sehr ähn­li­che Feld­maus und das Fell ist etwas dunk­ler, locke­rer und lang­haa­ri­ger. Die Kopf-Rumpf-Län­ge beträgt 95–133 mm, die Schwanz­län­ge 26–47 mm und die Ohr­län­ge 11–14 mm. Die Tie­re wie­gen 20–47 g. Das Fell ist ober­seits dun­kel­braun, gele­gent­lich rot­braun. Die Unter­sei­te ist weiß­lich und gele­gent­lich gelb­lich über­haucht. Erd­mäu­se sind tag- und nacht­ak­tiv. Das Gang­sys­tem wird ober­ir­disch ver­steckt unter Gras und Moos oder flach unter­halb der Boden­ober­flä­che ange­legt. Die Kot­plät­ze befin­den sich in den Lauf­gän­gen. Die wohl aus­schließ­lich pflanz­li­che Nah­rung besteht vor allem aus Gras und Kräu­tern, im Win­ter wer­den auch Baum­rin­de und Wur­zeln gefres­sen. Die Art zeigt ähn­lich wie Feld­maus zahl­rei­che Anpas­sun­gen an eine schnel­le Ver­meh­rung bei guten Bedin­gun­gen (hohes Nah­rungs­an­ge­bot und güns­ti­ge Wit­te­rung), unter ande­rem eine schnel­le Wurf­fol­ge, eine extrem frü­he Geschlechts­rei­fe und die Bil­dung von Nest­ge­mein­schaf­ten durch meh­re­re Weib­chen, in denen die Weib­chen auch frem­den Nach­wuchs säu­gen. Die Wür­fe sind jedoch mit maxi­mal 8 Jun­gen etwas klei­ner als bei der Feld­maus. Die Tie­re kön­nen auch in Woh­nun­gen und Häu­ser ein­drin­gen und dort die glei­chen Schä­den wie Haus­mäu­se anrich­ten.

Erdmaus

Hausratte (Rattus rattus):

Die Haus­rat­te bevor­zugt war­me und tro­cke­ne Orte wie z.B Spei­cher oder Haus­bö­den. Sie ist ein guter Klet­te­rer und ihren Schwanz als Stütz- und Balan­cier­werk­zeug. Die Schwanz­län­ger ist immer grö­ßer als die Kör­per­län­ger. Sie hat eine spit­ze Schnau­ze mit sehr gro­ßen Ohren und Augen.  Haus­rat­ten sind intel­li­gen­te Tie­re, kön­nen aller­dings auch gro­ße Schä­den anrich­ten. Sie knab­bern z.B. Lebens­mit­tel oder Getrei­de­vor­rä­te an und machen gro­ße Men­gen davon, durch ihren hin­ter­las­se­nen Kot und Urin, unge­nieß­bar. Ihr Nager­trieb macht auch vor Kabel­iso­lie­run­gen nicht halt, was im schlimms­ten Fall zu einem Brand oder tech­ni­schen Defekt füh­ren kann. Sie über­tra­gen Krank­hei­ten die für Men­schen gefähr­lich sein kön­nen.  In der frei­en Wild­bahn leben Rat­ten meis­tens in Grup­pen zusam­men wel­che bis zu 200 Tie­re umfas­sen kön­nen. Inner­halb der Grup­pe herr­schen kla­re Ver­hält­nis­se was die Rang­ord­nung betrifft, denn die­se wird auch wie bei manch ande­ren Tie­ren durch die Aus­tra­gung von Kämp­fen bestimmt. Rat­ten wer­den schon im Alter von sechs Wochen geschlechts­reif. Die Trag­zeit eines Rat­ten­weib­chens beträgt nur drei Wochen und nach der Geburt kann die frisch­ge­ba­cke­ne Rat­ten­ma­ma bereits wie­der befruch­tet wer­den . Unter güns­ti­gen Umwelt­be­din­gun­gen könn­ten also aus zwei Rat­ten rein theo­re­tisch inner­halb eines Jah­res bis zu 800 wer­den.

Wanderratte (Rattus norvegicus):

Wan­der­rat­ten sind gro­ße, kräf­tig gebau­te mit ecki­gem Schä­del, stump­fer Schnau­ze und einem dicken Schwanz, des­sen Län­ge im Nor­mal­fall gerin­ger ist als der Kör­per . Die Kör­per­län­ger beträgt 18 — 28,5 cm, die Schwanz­län­ge 13–22 cm. Die Ohren sind rund und recht klein. Geschlechts­rei­fe Tie­re wie­gen etwa 125 — 370 g. Männ­chen sind grö­ßer und schwe­rer als Weib­chen. Das Fell ist je nach Alter ober­seits schmut­zig grau­braun, röt­lich braungrau bis dun­kel braun­schwarz, die Unter­sei­te ist grau­weiß. Die Fort­pflan­zung fin­det in Euro­pa ganz­jäh­rig statt, in Ber­lin wur­den Maxi­ma im März sowie im Sep­tem­ber und Okto­ber fest­ge­stellt, in Eng­land im Mai und im Okto­ber. Die Trag­zeit beträgt 22–24 Tage. Die Wür­fe umfass­ten bei gezüch­te­ten Wan­der­rat­ten 1–15, meist 4–8. Die Geschlechts­rei­fe wird im Alter von drei bis vier Mona­ten erreicht. Die maxi­ma­le Lebens­dau­er liegt bei etwa 3 Jah­ren. Sie kön­nen eben­falls wie Mäu­se gro­ße Schä­den anrich­ten.  Sie knab­bern z.B. Lebens­mit­tel oder Getrei­de­vor­rä­te an und machen gro­ße Men­gen davon durch Ihren hin­ter­las­se­nen Kot und Urin unge­nieß­bar. Eben­so kön­nen sie Kabel von Elek­tro­ge­rä­ten anknab­bern und dadurch Brän­de ver­ur­sa­chen. Wan­der­rat­ten sind in Euro­pa vor allem als Reser­voir und Aus­schei­der von Lep­to­spi­ren, den Erre­gern der Lep­to­spi­ro­se bekannt. Die Wan­der­rat­te ist Wirt des Rat­ten­flohs und wei­te­rer Flo­har­ten und kann somit als Reser­voir von Yer­si­nia pestis, den Erre­ger der Pest, fun­gie­ren.

Wanderratte

Deutsche Schabe (Blattella germanica):

Aus­ge­wach­se­ne Scha­ben sind 13 bis 16 mm lang,  gelb­lich­braun gefärbt und haben zwei schwar­ze Strei­fen auf dem Hals­schild. Die Weib­chen von Deut­schen Scha­ben pro­du­ziert 6 bis 9 mm lan­ge, hell- bis mit­tel­braun gefärb­te Eibe­häl­ter, die sie bis kurz vor dem Schlupf der Jung­tiereher­um­tra­gen. Die Ent­wick­lung der jun­gen Tie­re bis zum aus­ge­wach­se­nen Tier dau­ert ca. 2 Mona­te. Sie besit­zen kei­ne Flü­gel.  Die Deut­sche Scha­be ist gene­rell nacht­ak­tiv und ver­bringt ca. 75 % des Tages in ihren Ver­ste­cken. Tags­über umher­lau­fen­de Tie­re deu­ten meist auf einen sehr star­ken Befall und auf eine hohe Besatz­dich­te in den Ver­ste­cken hin. Sie sind Alles­fres­ser und benö­ti­gen Was­ser. Sie sind Ganz­jäh­rig und sind in Woh­nun­gen, Gast­stät­ten, Kran­ken­häu­sern, Lebens­mit­tel­be­trie­ben, Zoos etc. Nicht im Frei­land zu fin­den. Fraß­schä­den gering. Schwer­punkt liegt auf Ver­schlep­pung von Krank­heits­er­re­gern wie Sta­phy­lo­kok­ken, E.Coli, Typhus, Diph­te­rie, Tuber­ku­lo­se, Cho­le­ra und Schim­mel­pil­zen.

Deutsche Schabe

Orientalische Schabe (Blatta orientalis):

Die Ori­en­ta­li­sche Scha­be wird auch als Küchen Scha­be bezeich­net. Sie ist dun­kel­braun bis schwarz und wird 20–28 mm groß. Die Scha­be hat einen ziem­lich plat­ten Kör­per. Flü­gel feh­len bei den Lar­ven und den Weib­chen.  Männ­chen haben zwar Flü­gel , die zwei­drit­tel des Kör­pers bede­cken, kön­nen damit aber nicht mehr flie­gen. Die Weib­chen legen die Eipa­ke­te schon nach 2–5 Tagen wahl­los ab. Dar­aus schlüp­fen nach 2–3 Mona­ten die Jung­tie­re. Die sind alless­fres­ser und bevor­zu­gen käl­te­re Berei­che. Sie sind Ganz­jäh­rig und sind in Woh­nun­gen, Kel­lern, Gast­stät­ten, Kran­ken­häu­sern, Lebens­mit­tel­be­trie­ben, Zoos etc. Fraß­schä­den sind gering. Schwer­punkt liegt auf Ver­schlep­pung von Krank­heits­er­re­gern wie Sta­phy­lo­kok­ken, E.Coli, Typhus, Diph­te­rie, Tuber­ku­lo­se, Cho­le­ra und Schim­mel­pil­zen.

Amerikanische Schaben (Periplaneta americana):

Die Scha­ben wer­den von 28 bis 44 Zen­ti­me­ter lang und haben eine leuch­tend rot­brau­ne Kör­per­far­be. Der Hals­schild ist sehr groß, die Bei­ne kräf­tig, die Flü­gel der Männ­chen sing lang als der Kör­per. Sie brau­chen Was­ser und lie­ben Wär­me. Im Gegen­satz zu Deut­scher Scha­be und Ori­en­ta­li­scher Scha­be kom­men die Ame­ri­ka­ni­sche Scha­ben sel­te­ner in Pri­vat­häu­sern vor. Häu­fi­ger wer­den Bade­land­schaf­ten unter Glas, Hafen­an­la­gen, bota­ni­sche oder zoo­lo­gi­sche Gär­ten, Lebens­mit­tel­be­trie­be oder Zoo­fach­ge­schäf­te befal­len.  Auf­grund ihrer Lebens­wei­se kann Krank­heits­kei­me ver­brei­ten. Hin­zu kommt die Ver­brei­tung von Schim­mel­pilz­spo­ren.

Australische Schabe (Periplaneta australasiae):

Die Aus­tra­li­schen Scha­ben errei­chen eine Kör­per­län­ge von 23 bis 30 mm und ist schwarz­braun gefärbt. Am Rand der Vor­der­flü­geln befin­det sich eine schul­ter­ar­ti­ge gelb­li­che Längs­bin­de an der Basis des Vor­der­ran­des. Scha­ben wer­den auf­grund ihrer wei­ten Ver­brei­tung und ihres häu­fi­gen Vor­kom­mens all­ge­mein als die wich­tigs­ten Gesund­heits­schäd­lin­ge ange­se­hen. Auf­grund ihrer Lebens­wei­se kön­nen sie human- und vete­ri­när­me­di­zi­nisch bedeut­sa­me Krank­heits­kei­me ver­brei­ten. Doku­men­tiert wur­den unter ande­rem die Über­tra­gung von Tuber­ku­lo­se, Ruhr, Typhus, Cho­le­ra, Kin­der­läh­mung und Hepa­ti­tis B. Hin­zu kommt die Ver­brei­tung von Schim­mel­pilz­spo­ren. Scha­ben gel­ten aller­dings nicht nur als Gesund­heits- und Hygie­neschäd­lin­ge, son­dern auch als Mate­ri­al­schäd­lin­ge. Ins­be­son­de­re tech­ni­sche Anla­gen sind hier betrof­fen, da Scha­ben ger­ne in elek­tro­ni­sche Gerä­te ein­drin­gen und auf die­se Wei­se Fehl­funk­tio­nen aus­lö­sen kön­nen.

Australische Schabe

Braunbandschabe (Supella longipalpa)

Die Weib­chen wer­den nur maxi­mal 12 mm lang. Wäh­rend Männ­chen blei­ben sogar noch klei­ner. Obwohl die Flü­gel bei Männ­chen recht gut ent­wi­ckelt sind, kann sie nicht flie­gen. Die Tie­re sind all­ge­mein dun­kel­braun gefärbt, ledig­lich das Hals­schild ist braun und weist zwei hel­le, cha­rak­te­ris­ti­sche Quer­strei­fen auf. Bevor­zugt wer­den war­me Räu­me  wie Groß­kü­chen, Bäcke­rei­en, Kan­ti­nen, Kran­ken­häu­ser, Schwimm­bä­der oder Gewächs­häu­ser und da befind­li­che Elek­tro­ge­rä­te. Bei einer Tem­pe­ra­tur von 30°C dau­ert die gesam­te Ent­wick­lung knapp 2 Mona­te. Die Art kann nicht im Frei­en über­win­tern. Das aus­ge­wach­se­ne Insekt besitzt eine durch­schnitt­li­che Lebens­er­war­tung von 6 Mona­te. In geheiz­ten Räu­men kön­nen sich pro Jahr bis zu drei Genera­tio­nen ent­wi­ckeln. Die Weib­chen legen im Lauf ihres Lebens ca. 80 bis 200 Eier. In Deutsch­land wer­den Scha­ben auf­grund ihrer wei­ten Ver­brei­tung und ihres häu­fi­gen Vor­kom­mens all­ge­mein als die wich­tigs­ten Gesund­heits­schäd­lin­ge ange­se­hen.

Deutsche Wespe (Vespula germanica) und Gemeine Wespe (Vespula vulgaris):

Läs­tig sind vor allem die auf­fäl­lig gelb- schwarz gefärb­te, 13 bis 20 mm Deut­sche Wes­pe (Ves­pu­la ger­ma­ni­ca) und sehr ähn­li­che  Gemei­ne Wes­pe (Ves­pu­la vul­ga­ris). Sie leben in ein­jäh­ri­gen Staa­ten. In der Regel lie­gen die Wes­pen­nes­ter  in der Erde, wer­den aber auch sehr oft in Rol­la­den­käs­ten, Dach­bö­den oder ähn­li­chen Orten aus einer papier­ar­ti­gen Mas­se gebaut. In ers­ter Linie Insek­ten­ver­til­ger  und daher als nütz­lich zu betrach­ten. Da auf ihrem Spei­se­zet­tel auch Zucker steht, kommt es oft zu Begeg­nun­gen mit Men­schen. Nor­ma­ler­wei­se set­zen die Wes­pen ihren Sta­chel nur in Not, Bedräng­nis und zu Ver­tei­di­gung ein.  Ab Mit­te April kön­nen begat­te­te Weib­chen, die Köni­gin­nen, bei der Nest- und Nah­rungs­su­che beob­ach­tet wer­den. Als Nah­rungs­quel­le dient in die­ser Zeit bei­spiels­wei­se der Nek­tar von Wei­den­blü­ten. Nach etwa zwei bis drei Wochen Nah­rungs­auf­nah­me und Nist­platz­su­che baut die Gemei­ne und Deut­sche Wes­pe ihr Nest aus zer­kau­ten, ein­ge­spei­chel­ten Holz­fa­sern an dunk­len, geschütz­ten Orten. Die Wes­pen kön­nen bei häu­fi­gen Auf­tre­ten durch Fraß an Obst, Kuchen, Fleisch u.a. sehr läs­tig wer­den. Ihre Sti­che sind sehr schmerz­haft und stel­len bei Men­schen mit All­er­gi­en eine gro­ße Gefahr dar.

Wespe

Bettwanze (Cimex lectularius):

Die Bett­wan­ze hat einen abge­plat­te­ten Kör­per­bau, kann bis 8mm lang wer­den und rot­braun gefärbt. Die leben tags­über ver­bor­gen z.B. hin­ter losen Tape­ten, Bil­dern, Fuß­bo­den­leis­ten, in Rit­zen von Bet­ten und Möbeln. Sie sind am meis­ten nachts unter­wegs um von Men­schen, Tie­ren, Fle­der­mäu­sen und Vögeln Blut zu sau­gen. Sie sind aller­dings in der Lage bis zu einem hal­ben Jahr zu hun­gern. Erwach­se­ne Tie­re sind unemp­find­lich gegen Käl­te. Beim star­ken Befall ent­steht der cha­rak­te­ris­ti­sche süß­li­che Wan­zen­ge­ruch in befal­le­nen Räu­men. Jedes Weib­chen legt durch eine Geschlechts­öff­nung, die allein für die Eiab­la­ge benutzt wird, etwa ein bis zwölf Eier täg­lich und wäh­rend sei­ner Lebens­zeit etwa 200. Aus den Eiern schlüp­fen inner­halb von 14 Tagen die Lar­ven, die sich in etwa sechs Wochen über fünf Sta­di­en zum adul­ten Insekt ent­wi­ckeln. Die Lar­ve der Bett­wan­ze ist dem erwach­se­nen Tier in der Form, aber nicht in der Far­be ähn­lich. Die Lar­ven müs­sen in jedem der fünf Ent­wick­lungs­sta­di­en min­des­tens ein­mal Blut sau­gen. Das Wär­me­be­dürf­nis ist ver­gleichs­wei­se hoch, unter 13 bis 15 °C fin­det kei­ne Ent­wick­lung mehr statt. Der Stich von Bett­wan­zen kann star­ken Juck­reiz und Quad­del­bil­dung, so wie bei emp­find­li­chen Men­schen all­er­gi­sche Reak­tio­nen her­vor­ru­fen.

Dörrobstmotte (Plodia interpunctella):

Die­se Mot­te hat sich zu der am häu­figs­ten vor­kom­men­den Mot­te in Indus­trie und Woh­nun­gen ent­wi­ckelt. Die Mot­te hat eine Flü­gel­spann­wei­te ca. 20mm. Der kör­per­na­he Teil der Vor­der­flü­gel ist gelb­grau und die Flü­gel­spit­zen rot­braun bis kup­fer­rot. Die Gesamt­ent­wick­lung dau­ert bei 30 °C ca. 30 Tage, bei 20 °C bis zu ca. 74 Tage. Die erwach­se­ne Mot­te lebt ca. 10 bis 14 Tage und nimmt dabei kei­ne Nah­rung mehr auf.  Ein Weib­chen legt 200–400 Eier. Die Laven wer­den bis 16mm groß und vari­ie­ren in der Far­be je nach Nah­rung von weiß­lich nach grün­lich oder röt­lich. Die Dörr­obst­mot­te befällt sämt­li­che Nah­rungs­mit­tel, daher auch die Bezeich­nung „Lebens­mit­tel­mot­te“. Man kann sie z.B. an Tro­cken­obst, Nüs­sen, Scho­ko­la­de, Getrei­de, Gewür­zen u.a. fin­den. An Getrei­de fres­sen die Lar­ven die Keim­an­la­ge der Kör­ner her­aus, an Lebens­mit­teln fin­det man Loch­fraß. Die Nah­rungs­mit­tel wer­den durch Spinn­tä­tig­keit und Kot­krü­mel stark ver­un­rei­nigt.

Dörrobstmotte

Mehlmotte (Ephestia kuehniella):

Die Mehl­mot­te hat eine Flü­gel­spann­wei­te von 20 bis 25 Mil­li­me­tern. Sie sind blei­grau gefärbt und tra­gen meist zwei hel­le, von dunk­len Schup­pen­bän­dern gesäum­te, gezack­te Quer­li­ni­en und eini­ge klei­ne­re schwar­ze Fle­cken sowie eine Rei­he aus klei­nen, dunk­len Fle­cken am Vor­der­rand. Die Fär­bung ist aber sehr varia­bel. Die deut­lich brei­te­ren Hin­ter­flü­gel sind abste­chend hel­ler gefärbt, auf der Ober­sei­te weiß mit einer grau­en Rand­li­nie. Die Lar­ven sind in allen Sta­di­en weiß­lich gefärbt mit dunk­le­rem Kopf. Die Mehl­mot­te ist Haupt­schäd­ling der Mül­le­rei und Groß­bä­cke­rei­en. Sie hat in all­ge­mei­nen den glei­chen Lebens­raum wie Dörr­obst­mot­te. Auch der Nah­rungs­wahl ist sie ähn­lich fle­xi­bel. Außer Mehl wer­den Schrot, Grieß, Nudeln, Kleie Hafer­flo­cken, Reis, tro­cke­ne Back­wa­ren u.a. befal­len. Die Nah­rungs­mit­tel wer­den durch Spinn­tä­tig­keit und Kot­krü­mel stark ver­un­rei­nigt.

Mehlmotte

Speichermotte (Ephestia elutella):

Der Fal­ter hat eine Flü­gel­spann­wei­te von 16–20mm. Sei­ne grau­en bis grau­brau­nen Vor­der­flü­gel zei­gen wel­len­för­mi­ge Quer­bin­den.  Sei­ten und Hin­ter­rand der Hin­ter­flü­gel wei­sen einen Fran­sen­saum auf. Im Lau­fe ihres Lebens pro­du­zie­ren die Weib­chen von Ephes­tia elutel­la so bis zu 300 Eier. Die Fal­ter der Spei­cher­mot­te weist eine Lebens­dau­er von acht bis 13 Tagen auf. Unter opti­ma­len Bedin­gun­gen (25°C, 70 % rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit) dau­ert die Ent­wick­lung vom Ei bis zum Fal­ter 42 bis 80 Tage. Neben der Lebens­wei­se erin­nert auch die Nah­rung der Spei­cher­mot­te sehr an die Dörr­obst­mot­te, so sich die ver­ur­sach­ten Schä­den glei­chen.

Kleidermotte (Tineola bisselliella):

Die Klei­der­mot­te tritt über­wie­gend in tro­cke­nen und war­men Woh­nun­gen auf. Die Flü­gel­spann­wei­te der Mot­te beträgt 14–16 mm und die glän­zend gel­ben Flü­gel tra­gen am Rand Fran­zen. Das Weib­chen legt 100 bis 250 wei­ße Eier. Aus den Eiern schlüp­fen nach etwa zwei Wochen gelb-wei­ße Rau­pen. Die bis zu 9 mm gro­ßen, gelb­lich wei­ßen Lar­ven spin­nen cha­rak­te­ris­ti­sche, bis 15mm lan­ge Köcher, die an den befal­le­nen Tex­ti­li­en ange­hef­tet sind und aus deren Schutz die Lar­ven ihre Nah­rung auf­neh­men.  Die Ent­wick­lung bis zum Schmet­ter­ling dau­ert je nach Umwelt­be­din­gun­gen 60 Tage bis meh­re­re Mona­te. Die Lar­ven der Klei­der­mot­te benö­ti­gen das in Tier­haa­ren (Wol­le, Pel­ze, Fel­le) ent­hal­te­ne Pro­te­in Kera­tin. Rein pflanz­li­che und syn­the­ti­sche Gewe­be wer­den von den Rau­pen gefres­sen, jedoch nicht ver­daut; ins­be­son­de­re gemisch­te Klei­dung mit Woll­an­teil ist daher gefähr­det. Papier und Holz wer­den von der Klei­der­mot­te nicht befal­len. Sie ver­ur­sa­chen unre­gel­mä­ßig aus­ge­frans­te Löcher und Kahl­stel­len. Beson­ders gefähr­det sind Woll­tex­ti­len, de unge­wa­schen und unge­rei­nigt län­ge­re Zeit auf­be­wahrt wer­den.

Braune Wegameise (Lasius brunneus):

Die Brau­ne Weg­amei­se tritt rela­tiv häu­fig als ernst­zu­neh­men­der Mate­ri­al­schäd­ling in Gebäu­den auf und gehört wie auch die sehr häu­fi­ge Schwarz­graue Weg­amei­se (Lasi­us niger). Der Kopf die­ser Amei­sen­art ist hell bron­ze­braun. Der mitt­le­re Kör­per­ab­schnitt ist gelb­lich­braun und der Hin­ter­leib dun­kel­braun bis schwarz­braun. Die Arbei­te­rin­nen der Brau­nen Weg­amei­se errei­chen eine Kör­per­grö­ße von 3 bis 4 Mil­li­me­ter. Die Brau­ne Weg­amei­se legt ihre Nes­ter durch das Aus­höh­len von mor­schem Holz. Die Brau­ne Weg­amei­se kommt regel­mä­ßig in Häu­sern vor, wo sie ver­bau­tes Holz vor allem dann befällt, wenn die­ses infol­ge von Feuch­tig­keit und Pilz­be­fall bereits vor­ge­schä­digt ist. Häu­fig fin­det man Lasi­us brun­neus auch in Zwi­schen­de­cken oder Rol­la­den­käs­ten, wo sie ihre Nes­ter in Dämm­stof­fen wie Sty­ro­por anlegt. Die Arbei­te­rin­nen der Brau­nen Weg­amei­se ten­die­ren dazu in Spal­ten zu lau­fen und ver­mei­den es freie Ober­flä­chen zu über­que­ren. Aus die­sem Grund wird ein Befall im Haus häu­fig erst dann wahr­ge­nom­men, wenn zum Teil gro­ße Men­gen von geflü­gel­ten Männ­chen und Weib­chen das Nest ver­las­sen. Die Brau­ne Weg­amei­se gilt als Mate­ri­al­schäd­ling.

Wegameise

Schwarze Wegameise (Lasius niger):

Die Arbei­te­rin­nen sind 3 bis 5 Mil­li­me­ter lang. Die Far­be vari­iert zwi­schen dun­kel­braun und schwarz. Nes­ter wer­den in Gär­ten, unter Stei­nen, im Rasen, unter Haus­ter­ras­sen, in Mau­er­spal­ten u.a. anle­gen. Sie leben gern in Sym­bio­se mit Blatt-, Schild- und Wur­zel­läu­sen zusam­men. Sie sau­gen deren zucker­hal­ti­ge Aus­schei­dun­gen, den so genann­ten Honig­tau, auf. Die Geschlecht­stie­re schwär­men zwi­schen Juni und Sep­tem­ber. Sie ernäh­ren sich vor allem von zucker­hal­ti­gen Nah­rungs­mit­teln. Schwar­ze Weg­amei­se gilt als Läst­lin­ge.

Wegameise

Pharaoameise (Monomorium pharaonis):

Die Arbei­te­rin­nen sind 1,5–2,5 mm lang, bern­stein­gelb und haben eine dunk­le Hin­ter­leib­spit­ze. Völ­ker der Pha­rao­amei­se haben nor­ma­ler­wei­se meh­re­re Köni­gin­nen. Wird eine Kolo­nie zu groß, wer­den Toch­ter­ko­lo­ni­en ange­legt, die am Anfang noch mit der Mut­ter­ko­lo­nie in Ver­bin­dung ste­hen, sich aber spä­ter auch ver­selb­stän­di­gen kön­nen.  Die Art liebt es sehr warm und kommt nur in gut geheiz­ten Gebäu­den vor, so vor allem in Kran­ken­häu­sern, Bäcke­rei­en, Groß­kü­chen, Hal­len­bä­der u.a. Neben süß­li­cher Nah­rung fres­sen Pha­rao­amei­se in ers­ter Linie eiweiß­hal­ti­ge Lebens­mit­teln wie Fleisch, Käse oder Blut. Pha­rao­amei­se gilt als Hygie­neschäd­ling, Läst­ling und als Über­trä­ger von Krank­hei­ten. Es kommt sehr oft vor, dass Pha­rao­amei­sen unter Wund­ver­bän­de krie­chen, um an Blut und Eiter ran zu kom­men.  

Pharaeoameise

Silberfischchen (Lepisma saccharina):

Ein Sil­ber­fisch­chen ist ein flin­kes, licht­scheu­es und flü­gel­lo­ses Insekt, das bis ca. 12 mm lang wer­den kann. Sie sind an Feuch­tig­keit gebun­den, was ihr Auf­tre­ten vor allem in Bade­zim­mern, Küchen, Kel­lern, Wasch­kü­chen usw. erklärt. Auf die Vor­lie­be für Koh­len­hy­dra­te wie Zucker oder Stär­ke gehen der wis­sen­schaft­li­che Name und die Bezeich­nung Zucker­gast zurück. Cha­rak­te­ris­tisch sind die lan­gen Füh­ler und die ca. 3 mm lan­gen Schwanz­fä­den. Sie sind an sich harm­los. Sie berei­ten nur bei Mas­sen­auf­tre­ten Pro­ble­me und kön­nen dann an Lebens­mit­teln, Tape­ten, Buch­ein­bän­den, Bil­dern, Leder­wa­ren oder Tex­ti­li­en durch Loch­fraß Schä­den ver­ur­sa­chen.

Silberfischen

Katzenfloh (Ctenocephalides felis):

Es gibt Hun­de-, Men­schen- und Kat­zen­f­lö­he, die durch Haus­tie­re und Vögel(Vogelnester an Häu­ser) ins mensch­li­che Umfeld kom­men. Kat­zen­flo­he sind am meis­ten zutref­fen­de Flo­he in Deutsch­land. Sie haben einen seit­lich abge­flach­ten flü­gel­lo­sen Kör­per mit drei Bein­paa­ren. Hin­ter­bei­ne sind   zu Sprung­bei­nen aus­ge­bil­det. Sie sind braun bis rot-braun gefärbt. Weib­chen sind 2 bis 3 mm, Männ­chen etwa 1 mm lang. Die Flö­he sind nicht an das Blut einer ein­zi­gen Wirts­art ange­wie­sen, son­dern haben einen Haupt­wirt und meh­re­re Neben­wir­te. Sie ver­ur­sa­chen schmerz­haf­te Sti­che bei Men­schen und Haus­tie­ren, die ein Juck­reiz aus­lö­sen. Sie kön­nen die Krank­hei­ten oder ver­schie­de­ne Wür­mer z.B Band­wür­mer über­tra­gen.

Katzenfloh

Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius):

Gemei­ne Speck­kä­fer wer­den 7 bis 9,5 Mil­li­me­ter lang und haben einen läng­lich, ova­len kom­plett beschupp­ten Kör­per. Kopf, Hals­schild und die hin­te­re Hälf­te der Deck­flü­gel sind schwarz, mit unre­gel­mä­ßi­gen klei­nen, hel­len Fle­cken gefärbt, die vor­de­re Hälf­te der Deck­flü­gel ist schmut­zig weiß bis beige gefärbt. In die­sen hel­len Bereich sit­zen mit­tig auf jeder Flü­gel­hälf­te drei dunk­le bis röt­li­che Punk­te. Die Pup­pen fin­det man u.a. in Holz, Mör­tel Mau­er­stei­nen. Die Käfer und Lar­ven ernäh­ren sich von ver­schie­dens­ten orga­ni­schen Stof­fen, wie z. B. Wol­le, Tex­ti­li­en, Vor­rä­ten, tie­ri­schen Über­res­ten usw. Sie machen sich inner­halb der Woh­nung in ers­ter Linie durch die ent­ste­hen­den Schä­den bemerk­bar, da sie selbst eher im Ver­bor­ge­nen leben. Die Lar­ven sind in ers­ter Linie für die Schä­den ver­ant­wort­lich.

Speckkäfer

Mehlkäfer (Tenebrio molitor):

Die Käfer wer­den 10 bis 18 Mil­li­me­ter lang und haben einen etwas lang­ge­streck­ten Kör­per. Ihr Kopf ist flach. Sie sind kurz nach dem Schlupf hell gefärbt, nach kur­zer Zeit sind sie bereits rot­braun ver­färbt, um nach und nach dunk­ler zu wer­den und schließ­lich eine schwar­ze Fär­bung am gan­zen Kör­per zu erlan­gen. Auf den leicht gewölb­ten Deck­flü­geln ver­lau­fen Längs­ril­len. Die Unter­sei­te des Kör­pers, die Bei­ne und die Füh­ler sind rot­braun gefärbt. Die Weib­chen legen inner­halb ihres drei- bis vier­mo­na­ti­gen Lebens 100 bis 150 Eier ein­zeln oder in klei­nen Grup­pen meist an geschütz­ten Stel­len ab. Die dar­aus schlüp­fen­den Lar­ven so genann­te „Mehl­wür­mer“ sind anfangs etwa zwei Mil­li­me­ter lang und weiß­lich gefärbt. Lar­ven und Käfer sind schäd­lich durch Fraß und Ver­schmut­zung der befal­le­nen Güter.

Brotkäfer (Stegobium paniceum):

Der rost­rot bis braun gefärb­te Brot­kä­fer wird 2 bis 4 mm lang. Sei­ne Flü­gel­de­ckel sind fein behaart und mit Punkt­strei­fen ver­se­hen. Der Kopf ist vom Hals­schild ver­deckt. Der Käfer kann doch gut flie­gen, nimmt aber kei­ne Nah­rung auf. Die weiß­li­chen Lar­ven leben im Nähr­sub­strat. Er gehört zu den häu­figs­ten Schäd­lin­gen in Hau­schalt, Apo­the­ke und Dro­ge­ri­en. Die Schä­den ver­ur­sa­chen Lar­ven durch den Fraß und Ver­un­rei­ni­gung der Lebens­mit­tel. In der Regel sind an befal­le­nen Waren Aus­flug­lö­cher und Fraß­höh­len, die nicht grö­ßer als der Käfer sind, zu sehen. Die Lar­ven wenig wäh­le­risch und man fin­det sie in Back­wa­ren, Teig­wa­ren, Getrei­de, Dro­gen, Kakao u.a..

Brotkäfer

Tabakkäfer (Lasioderma serricorne):

Käfer sind 2 bis 2,7mm lang und haben einen röt­lich­brau­nen, abge­run­de­ten, oval geform­ten Kör­per. Die Deck­flü­gel sind mit fei­nen Här­chen besetzt. Die Art ist dem Brot­kä­fer sehr ähn­lich, kann von die­sem aber leicht unter­schie­den wer­den. Die Füh­ler des Tabak­kä­fers sind gezähnt. Wäh­ren der Käf­fer kei­ne Nah­rung auf­nimmt, wer­den die gelb­lich weiß­li­chen, bis 4mm lan­gen, dicht behaar­ten Lar­ven durch Fraß an pflanz­li­chem Lager­gut schäd­lich. Sie ent­wi­ckeln und ver­meh­ren sich auch auf Tabak und Tabak­erzeug­nis­sen, da sie mit Hil­fe von Sym­bio­n­ten im Darm Niko­tin abbau­en und somit ent­gif­ten kön­nen.

Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis):

Leb­haf­ter, bis 3mm lan­ger, schma­ler, abge­plat­te­ter Käfer. Er hat grau­brau­ne bis rot­brau­ne Far­be. Der Hals­schild trägt an den Sei­ten je sechs Zähn­chen. Die Deck­flü­gel sind brei­ter als der Hals­schild. Mit Hil­fe einer lan­gen Lege­röh­re plat­ziert das Weib­chen täg­lich bis zu zehn Eier ein­zeln direkt im Brut­sub­strat (zum Bei­spiel Hafer­flo­cken). Ins­ge­samt kön­nen so bis zu 500 Eier abge­legt wer­den.  Die befal­le­ne Ware wer­den von Kot­par­ti­keln, lee­ren Lar­ven- und Pup­pen­hül­len sowie von Mehl­staub ver­un­rei­nigt.

Getreideplattkäfer

Rotbraune Reismehlkäfer (Tribolium castaneum):

Die Käfer sind hell­rot bis braun gefärbt und errei­chen eine Kör­per­län­ge von 3 bis 4mm. Der Kör­per ist läng­lich schmal, Kopf und Hals­schild sind etwas dunk­ler als die Flü­gel­de­cken. Das Weib­chen legt ihre Eier lose an das Sub­strat. Die Lar­ven wer­den  6 bis 8mm lang und sind weiß­lich bis gelb­braun. Die Tie­re sind wenig wider­stands­fä­hig gegen die Käl­te. Der Käfer hat brei­tes Nah­rungs­spek­trum an pflanz­li­chen Pro­duk­ten wie Mehl, Mehl­pro­duk­te, Teig­wa­ren, Nüs­sen, Tro­cken­obst u.a.. Sowohl Lar­ven als auch Käfer wer­den durch ihre Fraß­tä­tig­keit schäd­lich. Befal­le­nes Gut nimmt sehr unan­ge­neh­men Geruch an.

Reismehlkäfer

Kornkäfer (Sitophilus granarius):

Der Käfer ist von 3 bis 5 mm lang, je nach Alter rot­brau­ner bis schwarz­brau­ner Rüs­sel­kä­fer. Er ist flug­un­fä­hig, lebt in ers­ter Linie in Getrei­de­la­gern und ernährt sich dort von Getrei­de aller Art. Der Hals­schild ist groß und weist zahl­rei­che punkt­för­mi­ge Ver­tie­fun­gen auf. Die Deck­flü­gel sind eben­so lang oder etwas län­ger als das Hals­schild und über­de­cken den Hin­ter­leib voll­stän­dig. Sie wei­sen ein Mus­ter aus Längs­rei­hen von Punk­ten und Leis­ten auf, die mit­ein­an­der abwech­seln. Zur Eiab­la­ge frisst das Weib­chen ein Loch in ein Korn, legt das Ei hin­ein und ver­schließt die Öff­nung anschlie­ßend mit einem Sekret­pfrop­fen. Die gesam­te Ent­wick­lung vom Ei bis zu Pup­pe fin­det äußer­lich nicht sicht­bar im Getrei­de­korn statt. Es wird dabei voll­stän­dig aus­ge­fres­sen.

Kornkäfer

Reiskäfer oder Reis-Kornkäfer (Sitophilus oryzae):

Der Reis­kä­fer ist dem Korn­kä­fer sehr ähn­lich. Er ist ca. 3mm lang und im Unter­schied zum Korn­kä­fer flug­fä­hig. Auf den Flug­de­cken der brau­schwar­zen Käfer sind undeut­lich gezeich­ne­te röt­li­che Fle­cken zu erken­nen. Die Art ist etwas wär­me lie­ben­der als der Korn­kä­fer. Ent­wick­lung und Lebens­wei­se ent­spre­chen aber die­sem. Die Weib­chen legen ein­zeln 100 bis 200 Eier an Getrei­de­kör­nern ab. Nach der Abla­ge ent­wi­ckelt sich das Ei im Korn zu einer Lar­ve. Die­se ver­puppt sich, und nach ins­ge­samt 20 bis 100 Tagen, je nach Umge­bungs­tem­pe­ra­tur, befreit sich der fer­ti­ge Käfer aus dem aus­ge­höhl­ten Korn. Ein aus­ge­wach­se­ner Käfer kann mona­te­lang ohne Nah­rungs­auf­nah­me über­le­ben.

Reiskäfer

Maiskäfer (Sitophilus zeamais):

Auch der ca. 3mm lan­ge Mais­kä­fer ist auch dem Korn­kä­fer sehr ähn­lich und unter­schei­det sich äußer­lich ledig­lich durch vier gel­be bis röt­lich­gel­be Fle­cken auf den Hin­ter­flü­geln und sei­ne Flug­fä­hig­keit. Ent­wick­lung und Lebens­wei­se ent­spre­chen der des Korn­kä­fers.

Maiskäfer

Messingkäfer (Niptus hololeucus):

Der 4 bis 5 mm gro­ße, flug­un­fä­hi­ge Käfer ist kuge­lig hoch gewölbt und hat ein spin­nen­ähn­li­ches Aus­se­hen. Sei­ne dich­te gold­gel­be Behaa­rung auf dem brau­nen Kör­per geben ihm eine mes­sing­glän­zen­de Erschei­nung. Er kommt vor allem in Alt­bau­ten mit dunk­len feuch­ten Gebäu­de­tei­len. Käfer und Lar­ven sind Alles­fres­ser. Er ist sehr beweg­lich, nacht­ak­tiv, licht­scheu und wan­dert bei Dun­kel­heit umher. Der Käfer frisst  die unter­schied­lichs­ten orga­ni­schen Stof­fe: Tex­ti­li­en, Federn, Pel­ze, Kno­chen, Kot, tote Insek­ten, Leder, Papier, sogar Spinn­we­ben. Daher gehört zu Mate­ri­al­schäd­lin­gen. Durch die Geräu­sche, die er nachts ver­ur­sacht, kann er auch als Läst­ling betrach­tet wer­den.

Messingkäfer

Kugelkäfer  (Gibbium psylloides):

Kugel­kä­fer erin­nert auf den ers­ten Blick eher an eine klei­ne Spin­ne als an einen Käfer. Die Tie­re errei­chen nur eine Kör­per­län­ge von 2 bis 3 mm. Kopf, Hals­schild und Flü­gel­de­cken sind unbe­haart. Der Käfer ist glatt und glän­zend braun rot gefärbt. Er kann nicht flie­gen, da sei­ne Flü­gel­de­cken mit­ein­an­der ver­wach­sen sind. Sehr häu­fig kommt es in Fach­werk­häu­sern zu Mas­sen­ver­meh­run­gen, wo Lar­ven und erwach­se­ne Käfer in den Stroh­fül­lun­gen von Zwi­schen­de­cken und Wän­den leben. Oft bemerkt man die Tie­re erst dann, wenn z. B. Lei­tun­gen neu ver­legt wer­den oder sons­ti­ge Umbau­maß­nah­men in den befal­le­nen Gebäu­den durch­ge­führt wer­den. Die­se Käfer­art wird sowohl als Hygie­ne- wie auch als Mate­ri­al­schäd­ling ange­se­hen.

Kugelkäfer

Hausbock (Hylotrupes bajulu):

Der Haus­bock ist ein schwar­zer bis braun­schwar­zer Käfer mit weiß behaa­ren Fle­cken­quer­bin­den auf den Flü­gel­de­cken. Der Hals­schild ist weiß behaart mit zwei glän­zen­den Höckern. Cha­rak­te­ris­tisch für die­sen Käfer sind die sehr lan­gen, kräf­ti­gen, faden­för­mi­gen Füh­ler. Die Weib­chen wer­den bis 25mm lang, die Männ­chen bis 15mm. Die Lar­ven boh­ren und fres­sen ova­le Fraß­gän­ge in Nadel­höl­zer. Das ova­le Aus­flug­loch der Käfer ist etwa 5mm x 3mm groß. Je nach Ernäh­rungs­be­din­gun­gen kann die Ent­wick­lung zwi­schen 2 und 14 Jah­ren dau­ern. Der ist der wich­tigs­te Holz­schäd­ling an Holz. Er kommt vor allem in Holz von Dach­stüh­len, sel­te­ner in Möbeln vor. Im Frei­en trieft man ihn häu­fig in Lei­tungs­mas­ten, Zaun­pfäh­len u.a. an.

Hausbock

Gewöhnliche Nagekäfer (Anobium punctatum):

Der brau­ne Käfer wird bis zu 4mm lang. Die bis 7mm gro­ßen Lar­ven boh­ren sich in Nadel- und Laub­holz ein und fres­sen in den Bohr­gän­gen. Die flug­fä­hi­ge Käfer boh­ren sich nach dem Schlupf nach außen und hin­ter­las­sen run­de Aus­flug­lö­cher von 1 bis 2mm. Durch die­se Löcher wird Bohr­mehl her­aus­ge­sto­ßen, wor­an der Befall gut zu erken­ne ist. Die Ent­wick­lungs­dau­er beträgt 2 bis 2 Jah­re und ist abhän­gig von der Feuch­te des Hol­zes. Der Käfer ist ein äußerst schäd­li­cher Zer­stö­rer aller ein­hei­mi­schen Nadel- und Laub­holz­ar­ten und kommt vor allem an Möbeln, Holz­schnit­ze­rei­en, Holz­ver­klei­dun­gen, Fuß­bo­den usw. vor. Der Scha­den ent­steht durch die Fraß­gän­ge der Lar­ven im Inne­ren des Hol­zes und die Aus­flug­lö­cher der erwach­se­nen Tie­ren.  

Nagekäfer

Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea):

Neben den Fraß­schä­den liegt die eigent­li­che Schad­wir­kung des Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ners in den gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen der gif­ti­gen Rau­pen­haa­re auf den Men­schen. Die Haa­re der Rau­pen füh­ren beim Men­schen zu All­er­gi­en. Gesund­heit­li­che Beschwer­den durch den Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner kön­nen wäh­rend des gesam­ten Jah­res ent­ste­hen.

Anfang Mai schlüp­fen die für den Men­schen gefähr­li­chen Rau­pen. Sie durch­lau­fen bis zur Ver­pup­pung fünf bis sechs Ent­wick­lungs­sta­di­en. Auf der brei­ten dunk­len Rücken­li­nie lie­gen samt­ar­tig behaar­te Fel­der mit rot­brau­nen, lang­be­haar­ten War­zen. Die Rau­pen fres­sen die aus­trei­ben­den Blät­ter der Eichen, wobei oft die Mit­tel­rip­pe zurück bleibt.

Die Ver­pup­pung des Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ners erfolgt Ende Juni/Anfang Juli in dicht anein­an­der­ge­dräng­ten Kokons im Gespinst­nest. Die Pup­pen­ru­he dau­ert drei bis fünf Wochen. Die Nes­ter kön­nen meh­re­re Jah­re als fes­te Gebil­de aus Spinn­fä­den, Rau­pen­kot, Häu­tungs­res­ten und Pup­pen­hül­sen erhal­ten blei­ben. Die Gefahr von All­er­gi­en beim Men­schen bleibt dabei wei­ter bestehen

eichenprozessionsspinner

Stadttaube (Columba livia):

Tau­ben wer­den im Volks­mund ger­ne auch “Rat­ten der Lüf­te” genannt, weil sie in beson­de­rem Maße Krank­hei­ten über­tra­gen. Das stimmt so zwar nicht — Tau­ben sind in die­ser Hin­sicht nicht gefähr­li­cher als ande­re Vögel. Den­noch ist der Kot mit Bak­te­ri­en, Pil­zen und Viren belas­tet. Er soll­te kei­nes­falls mit blo­ßen Hän­den berührt wer­den. Gefähr­lich wird es auch, wenn getrock­ne­ter Kot als Staub ein­ge­at­met wird. Als wirk­sam  haben sich ver­schie­de­ne Mit­tel gegen Tau­ben erwie­sen. Wir fin­den Lösung für jedes Objekt und Situa­ti­on.

Taubenabwehr